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  • Das ist Nachhaltigkeit
  • Das ist Nachhaltigkeit

    Erklärung des Deutschen Jugendherbergswerkes zur Nachhaltigen Entwicklung

     

    Seit knapp 100 Jahren betreibt das DJH Jugendherbergen für junge Menschen und zunehmend auch für Familien und bietet damit die Möglichkeit der Begegnung und des Kennenlernens. Als bundesweit größter und gemeinnütziger Anbieter von Klassenfahrten und Freizeiten sowie Bildungsveranstaltungen und internationalen Maßnahmen bekennt sich das DJH im Bewusstsein seiner Verantwortung für eine lebenswerte Welt und die Wahrung von Entwicklungschancen kommender Generationen zur Förderung einer Nachhaltigen Entwicklung. Seit der Gründung trägt das DJH mit seinen Jugendherbergen und durch spezielle Bildungs- und Begegnungsprogramme zu Toleranz, Umweltbewusstsein und interkulturellem Verständnis bei, Ziele, die in der Satzung ebenso festgeschrieben sind wie die Gesundheitserziehung und die Verbindung zur Natur.

    Diese Ziele unterstützt das DJH durch Maßnahmen, die beitragen

    • zur Sensibilisierung der Gäste für die Notwendigkeit einer Nachhaltigen Entwicklung,
    • zum Erhalt einer intakten und vielfältigen Natur und Kultur,
    • zur Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und
    • zum wirtschaftlichen Erfolg des Verbandes (und seiner Partner).

    Nachhaltigkeit im Sinne der Agenda 21 ist das weltweit anerkannte Leitbild und der globale Handlungsrahmen für das 21. Jahrhundert. Die Agenda 21 wurde von 179 Staaten unterzeichnet. Sie verfolgt das Ziel, die Lebensgrundlagen und Entwicklungschancen für jetzige und künftige Generationen zu sichern bzw. wieder herzustellen durch eine Nachhaltige Entwicklung (engl.: sustainable development).

    Die Umsetzung von Agenda-Prozessen soll durch Bildungsangebote, Partizipation, Kommunikation und Aktionspläne auf globaler, nationaler, regionaler und betrieblicher Ebene erfolgen. Diesen Prozess möchte das DJH im Sinne seiner Satzung aktiv unterstützen.

    Nachhaltigkeit ist für das DJH ein ganzheitlicher, auf langfristigen Erfolg ausgerichteter Qualitätsansatz, der Wirtschaftlichkeit, Kundenorientierung und gesellschaftliches Engagement miteinander verbindet und den Interessensausgleich zwischen allen Beteiligten im Spannungsfeld von ökonomischen, ökologischen und sozialen Ansprüchen unter Berücksichtigung der Entwicklungsfähigkeit für zukünftige Generationen fördert.

    Folgende Nachhaltigkeitsmaßnahmen hat das DJH bereits initiiert bzw. umgesetzt:

    • 1996 wurden ’Richtlinien und Empfehlungen für den Bau und Betrieb von Jugendherbergen‘ verabschiedet, die ökologische und soziale Gesichtspunkte berücksichtigen.
    • Seit seiner Gründung fördert das DJH in seinen Jugendherbergen internationale Kontakte und führt mit vielen Ländern spezielle Austausch- und Begegnungsprogramme durch. Derzeit wird eine besondere Kategorie „Jugendherbergen mit internationalem Gäste- und Programmprofil“ entwickelt.
    • In allen entsprechend gelegenen Jugendherbergen werden Programme in und mit der Natur angeboten, die Sport, Abenteuer und Phantasie einbeziehen und den Gästen eine Wertschätzung der Natur vermitteln.
    • In den zur Zeit 18 Jugendherbergen mit Umweltstudienplatz betreuen mehr als 20 Umweltpädagoginnen und –pädagogen jährlich über 60.000 Schülerinnen und Schüler auf Klassenfahrten und Freizeiten. In den 15 Jugendherbergen mit GUT DRAUF-Angeboten werden jährlich über 40.000 Schülerinnen und Schüler im Sinne einer jugendgerechten Gesundheitsförderung betreut.
    • Die Jugendherbergen mit Umweltstudienplätzen arbeiten mit entsprechenden Richtlinien nach klar definierten Qualitätskriterien, die alle drei Jahre überprüft werden (z.B. ist mindestens ½ umweltpädagogische Fachkraft zu beschäftigen, sollen 20% der Lebensmittel aus ökologischem Anbau, 30% aus der Region stammen, ist eine hauseigene Agenda 21 zu erstellen).
    • Mit der Jugendherberge Mirow wurde eine einzigartige Modelleinrichtung für außerschulische Bildung im Sinne einer Nachhaltigen Entwicklung geschaffen (z.B. CO₂-neutrales Energiekonzept, lernoptimierte (fraktale) Seminarräume, ökologische Wohlfühl-Architektur, Programmkonzept: Bildung für Nachhaltige Entwicklung).
    • In verschiedenen Modellprojekten hat das DJH neue zukunftsweisende Konzepte einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung entworfen und im Praxisfeld Jugendreisen bzw. Klassenfahrten umgesetzt (EXPO-Projekt „GUT DRAUF aber natürlich“/JH Brilon, erlebnispädagogisches Konzept zum Thema Solarenergie „Sunday-Funday“/“Solaris 1“, TOPTEAM NaTOUR, Graslöwen-Projekt, Urwald-Life-Camp etc.).
    • Das DJH ist Mitglied im Deutschen Naturschutzring (DNR), in der Arbeitsgemeinschaft der Natur- und Umweltzentren (ANU) und Gründungsmitglied im Viabono-Trägerverein. Damit unterstützt es die Einführung und Vermarktung der umwelttouristischen Dachmarke „Viabono“. Die Qualitätskriterien für „Viabono-zertifizierte Jugendunterkünfte/ Jugendbildungsstätten“ wurden gemeinsam mit dem DJH entwickelt.

    Als gemeinnütziger Anbieter von Jugendunterkünften für Schulklassen, Familien, Gruppen und Einzelreisende strebt das DJH weiterhin die Umsetzung insbesondere folgender Nachhaltigkeitsziele an:

    • Förderung von Toleranz bzw. interkulturellem Verständnis und Sensibilisierung der Gäste für die natürlichen und kulturellen Besonderheiten an den Standorten der Jugendherbergen.
    • Angebot von sozialen, kulturellen und ökologischen Bildungsprogrammen mit dem Ziel einer Förderung von nachhaltigem Verhalten - insbesondere im Rahmen von Klassenfahrten in Jugendherbergen mit entsprechendem Bildungsprofil (z.B. Jugendherbergen mit Umweltstudienplätzen, Kulturerlebnistreffs/Kulturstudienplätzen, GUT DRAUF-Angeboten).
    • Weiterentwicklung der ökologischen Qualitätsansprüche beim Bau und Betrieb der Jugendherbergen (z.B. bei Energie- und Abfallkonzepten, Baustoffen, Einrichtungen, Reinigungsmitteln, Lebensmitteln).
    • Berücksichtigung von sozialen Qualitätsansprüchen beim Bau und Betrieb der Jugendherbergen (z.B. gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, Wertschätzung von Gästen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Schaffung einer Wohlfühlatmosphäre, Aufbau regionaler Netzwerke, Einsatz fair gehandelter Produkte, Bevorzugung regionaler Firmen und Produkte).
    • Entwicklung von Managementkonzepten, die neben wirtschaftlichen auch soziale und ökologische Qualitätsziele fördern, unter Einbeziehung der Gäste, der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Partner (z.B. im Rahmen von Organisationsstrukturen, Personalentwicklung, Anreizsystemen, Kennzahlen, Berichtswesen, Marketing).

     

    (Verabschiedet durch Beschluss der Mitgliederversammlung vom 13.11.2004 in Köln-Deutz)

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    DJH-Landesverband Unterweser-Ems e. V., Februar 2014

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