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    Erfolgreiches Modellprojekt: Nachhaltige Jugendherbergen im Nordwesten

     

    In den vergangenen drei Jahren haben die "Jugendherbergen im Nordwesten" als erster Landesverband im DJH ein nachhaltiges Unternehmenskonzept entwickelt und erfolgreich in die Praxis umgesetzt. Bei einer Veranstaltung am 27. Februar 2014 mit 80 Gästen im Haus der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück wurde der Nachhaltigkeitsbericht präsentiert. Die DBU hat das Modellprojekt mit 155.000 Euro gefördert. Eines der wesentlichen Ergebnisse: Während eine Übernachtung im Hotel mit rund 28 Kilogramm Kohlendioxid zu Buche schlägt, konnten die Jugendherbergen ihren Verbrauch auf 13,9 Kilogramm senken.

     

    "Nachhaltigkeit muss Normalität werden", erklärte Dr. Heinrich Bottermann, Generalsekretär der DBU, in seinem Grußwort. "Die gesamte Gesellschaft müsse einen neuen Lebensstil entwickeln. Es gehe nicht allein um Ressourcenschonung, sondern "um eine Transformation der Gesellschaft hin zu nachhaltigem Wirtschaften und Leben. Das Projekt des DJH habe bewiesen, dass es keiner 'Drohungs- oder Verzichtsethik"' bedürfe. Vielmehr zeigten die Jugendherbergen, wie nachhaltige Praxis auch Spaß und Freude machen kann."

     

    "Die Nutzer von Jugendherbergen erwarten heute nachhaltiges Verhalten", erklärte Dirk Hoffmann vom Vorstand des DJH-Landesverbandes Unterweser-Ems. Aus Befragungen gehe hervor, dass sie für ökologisch und sozial verträgliche Produkte auch bereit seien, einen Beitrag zu zahlen.

     

    Thorsten Richter, Geschäftsführer des DJH-Landesverbandes Unterweser-Ems, beschrieb die wesentlichen Ziele des Projektes: "Es geht es um das Entwickeln einer ernsthaften Nachhaltigkeitsstrategie, die mit definierten Zielen und Kennzahlen arbeitet und in allen Unternehmensbereichen erlebbar ist. Wir wollen jeden Tag ein bisschen besser werden." In den zurückliegenden drei Jahren habe eine stetige Auseinandersetzung des Unternehmens mit Fragestellungen der Nachhaltigkeit stattgefunden. Das modellhaft erarbeitete nachhaltige Unternehmenskonzept reicht daher vom nachhaltigen Beschaffungswesen über Energieeinsparungsmaßnahmen und Personalentwicklung bis hin zur Entwicklung eines nachhaltigen Unternehmensprofils und eines Programms, das sich an einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) orientiert.

     

     

    Dr. Heinrich Bottermann (Generalsekretär DBU), Bernd Dohn (Hauptgeschäftsführer DJH Hauptverband) und Thorsten Richter (Geschäftsführer DJH-Landesverband Unterweser-Ems) stellen den Nachhaltigkeitsbericht vor.

     

    Grundlage für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie im Unternehmensalltag sei eine umfassende Analyse zur Kohlendioxid-Bilanz (CO2) für alle 34 Jugendherbergen im Nordwesten. Ein auf Kennzahlen basierender Nachhaltigkeits-Index pro Jugendherberge mache die Nachhaltigkeit messbar. Für das Verringern des sogenannten "CO2-Fußabdruckes" der Jugendherbergen würden gezielt Maßnahmen ergriffen. Richter: "So werden Gäste über energie- und wassersparendes Verhalten informiert, Mitarbeiter geschult und Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen bezogen. Wassersparende Armaturen senken den Wasserverbrauch erheblich." Die Jugendherbergen schonten die Ressourcen durch das Aufbereiten gebrauchter Möbel und Einrichtungsgegenstände. Die Jugendherberge Norderney und das DJH-Resort Neuharlingersiel arbeiteten klimaneutral. "Die dort getätigten Ausgleichszahlungen fließen in ein Aufforstungsprojekt in Bolivien."

     

    In Küche und Kantine würden Kaffee, Tee und Nudeln, Gemüsebrühe und Honig in Bioqualität angeboten. Nachhaltigkeit sei zur "gelebten Realität" geworden, sagte Richter. So müsse seit einem Jahr auch nicht eigens betont werden, dass alle 34 Jugendherbergen einmal pro Woche Gerichte ohne Fleisch und Wurst anbieten ('Veggie-Day). Frische, regionale, fair gehandelte und Bio-Produkte seien zweifellos teurer als herkömmliche", sagte Richter. "Wir kompensieren diese Mehrkosten jedoch mit geschickter Planung und Kreativität." In zahlreichen, manchmal auch ermüdenden Diskussionen mit den Hausleitungen seien letztlich überzeugende Lösungen für die Praxis gefunden worden. Die Akzeptanz der Mitarbeiter ist ein wesentlicher Motorunserer nachhaltigen Entwicklung", stellte Richter fest.

     

    Die nachhaltige Unternehmensstrategie wirkt sich auch auf die Gestaltung der Bildungsprogramme für Schulklassen, Gruppen und Familien aus. Eine noch stärkere Ausrichtung auf die Anforderung der BNE hat dazu geführt, dass das Nachhaltigkeitskonzept der Jugendherbergen 2011/2012 als offizielles Projekt der Vereinten Nationen ausgezeichnet worden sei.

     

    "Seit 25 Jahren ist das DJH zum Thema Nachhaltigkeit aktiv", sagte Bernd Dohn, Geschäftsführer des DJH-Hauptverbandes. "In dieser Zeit entstanden bundesweit Umwelt|Jugendherbergen und die Modell-Jugendherbergen Mirow, Harsberg und Brilon. Das vorliegende nachhaltige Unternehmenskonzept stellt eine neue innovative Qualitätsstufe für die nachhaltigen Managementsysteme im DJH dar. Die Erfahrungen sind für uns sehr wertvoll." Durch den erstmals entwickelten Index werde Nachhaltigkeit erstmals messbar und zwischen Jugendherbergen transparent und vergleichbar sowie steuer- und kommunizierbar. Dohn: "Das vorliegende nachhaltige Managementkonzept ist meines Erachtens nach ein Modell für alle Jugendherbergen – und zugleich weit über das DJH hinaus."

     

    Angesichts dieser Dimension und der großen Multiplikatorwirkung des DJH sei das Projekt als wegweisend einzustufen, betonte auch DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann. "Jetzt besteht die große Chance, den Gedanken des nachhaltigen Wirtschaftens im Sinne eines integrierten Nachhaltigkeitsmanagements im gesamten DJH und auch in vergleichbaren Einrichtungen außerhalb des DJH langfristig zu verankern und sichtbar zu machen", sagte er.

     

    "Für uns geht mit dem heutigen Tage zwar ein Modellprojekt zu Ende, aber für unser Unternehmen ist der Nachhaltigkeitsgedanke nicht mehr weg zu denken und für unsere Gäste zu einem wichtigen Bestandteil des 'Erlebnisses Jugendherberge' geworden", bekräftigte Thorsten Richter die Zukunftsfähigkeit dieser nachhaltigen Unternehmensstrategie.

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    Auszeichnung für die Jugendherbergen im Nordwesten

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    DJH-Landesverband Unterweser-Ems e. V., Februar 2014

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